Dienstag, 29. Dezember 2015

Sizilien

Palermo

Endlich komme ich dazu, über unsere letzte Reise zu schreiben. Diese liegt schon ein paar Wochen zurück. Wenn ich jetzt noch länger warte, habe ich Sorge, dass ich noch etwas wichtiges vergesse.
Unsere letzte Reise und zugleich auch unsere Flitterwoche (der zweite Teil folgt noch), ging nach Sizilien. Wir starteten in aller Frühe (9 Uhr) am Morgen nach unserer Hochzeit und fuhren mit dem Mietwagen zum Flughafen nach Memmingen. Von dort ging es ab nach Palermo.

In Palermo angekommen, holten wir unseren Mietwagen ab. Von der Mietwagenstation fuhren wir nach Palermo in die Stadt zu unserem Hotel. Die Autofahrt war für erstes Mal Sizilien sehr abenteuerlich... vor allem als wir mitten durch Palermo mussten.
So sieht man auf den Straßen Palermos gerne mal vier Autos nebeneinander Fahren. Jeder fährt nach Lust und Laune mal links, mal rechts... Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase und einem alten Navi fanden wir unser Hotel (das Ibis Styles).

Nach dem wir eingecheckt hatten, beschlossen wir etwas durch die Gassen zu laufen um die Gegend zu erkunden und uns ein Restaurant zu suchen um auf unsere Hochzeit anzustoßen. Da es schon dunkel war, hatte ich schnell das Gefühl die Orientierung zwischen all den Gassen zu verlieren.

In all den kleinen verwinkelten Gassen waren überall Restaurantes, Kneipen und Cafes. Da wir von unserem Hotel aus, das Meer und den Hafen sehen konnten, machten wir uns auf die Suche nach dem Hafen. Bis aber auf den Industriehafen und einem kleinen privaten Hafen mit kleinen Jachten, haben wir nichts gefunden. Wir sollten auch einen Tag später erfahren, dass Palermo nur diesen beiden Hafen hat.

In der Nähe des Wassers haben wir durch Zufall ein tolles kleines Restaurant, De Gustibus, entdeckt, in dem wir sehr gut gegessen haben. (Das mit dem reichlich Essen sollte auf Sizilien kein Problem sein.... normal fängt ja so ein "normales" Abendessen nicht unter vier Gänge an...Vorspeise, Pasta, Fisch oder Fleisch, Obst, Nachspeise, Espresso)

Den Abend haben wir auf dem Dach unseres Hotels mit einem Glas Wein ausklingen lassen.
Aussicht von der Dachterasse des Hotels
Am nächsten Tag machten wir uns nach dem Frühstück auf um jegliche Sehenswürdigkeiten in der Stadt zu sehen. Die meisten waren von unserem Hotel super zu Fuß zu erreichen. Ein Tag reicht dafür in Palermo auch vollkommen aus (finde ich persönlich).

Für mich war sehr erschreckend, dass überall leerstehende Häuser, leere Ruinen, bewohnte Ruinen und sehr runter gekommene Häuser zu sehen sind.

Die Cafes, Bars und Weinlokale überall, mit all den Süßigkeiten und anderen Leckereien in den Vitrinen machten Palermo für mich sehr sympathisch...und natürlich haben wir eine Canellonie Sizilliani probiert ;).
Eindrücke von Palermo

Das Weingut, die Westküste und kleine Städtchen bei Palermo


Als wir am nächsten Tag Palermo verließen, sind wir zuerst nach Mondello gefahren. Mondello, ist der nächste Hafen bei Palermo. Ich persönlich kann Mondello sehr empfehlen. Ein kleines süßes Stätdchen direkt am Meer.
Von Mondello ging es weiter nach Capaci. Dort haben wir uns direkt ans Meer mit einem Kaffee auf eine Bank an den Hafen gesetzt. Auch Capaci kann ich sehr empfehlen. Ein kleines süßes Städtchen, direkt am Meer :). (Auch wenn jetzt im Winter vieles eher verlassen wirkt). Von Capaci ging es ins Innere der Insel zu dem Agriturismo-Bauernhof Tarantola, bei Alcamo.
Capaci
Der Hof liegt sehr schön in der Hügellandschaft bei Alcamo, inmitten der Weinberge. Leider hatten wir dort mega Pech mit dem Wetter. Es hat geregnet was nur so geht. Viele Wege waren überflutet. Dennoch haben wir den Bauernhof gefunden. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen. Wir waren zu der Jahreszeit die letzten und einzigen Gäste.
So wurde nur für uns gekocht. Und gekocht wurde sehr gut :-).
Am nächsten Tag fuhren wir zu einem Tempel in der Nähe. Hier an dieser Stelle ist zu sagen, dass überall auf der Insel immer wieder solche Ruinen zu sehen sind.
Das Wetter war leider immer noch nicht besser, aber zum Glück gab es zwischendurch immer wieder eine regenfreie Stunde :).
Tempel
Weiter vom Tempel ging es wieder ans Meer. Unser Ziel war San Vito Lo Capo. Ich hatte das Cap auf unserer Landkarte entdeckt und wollte unbedingt dorthin fahren. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch in Castellammare des Golfo um einen Kaffee direkt am Hafen zu trinken. Beider Orte waren wunderschön, San Vito Lo Capo mehr noch als Castellammare.
An dem Cap dachte ich sogar kurz daran, das nächste mal auf Sizilien, vielleicht dort ein Hotel zu buchen. Gegen Nachmittag sind wir weiter nach Trapani gefahren. Von dort auch wieder zurück zu unserem Bauernhof. Die Wege dort waren immer noch total überflutet.

Die Südküste


Am nächsten Morgen machten wir uns direkt nach dem Frühstück auf die Südküste zu erobern. Ab Sciacca gab es viele Orangenfarmen zu sehen. Es auch lange das einzige was dort zu sehen war. Für uns schien es, als ob viele Gegenden dort verlassen sind. Kurz vor Agrigento, in Realmonte, haben wir uns in ein kleines Café direkt an der Straße gesetzt zum Pause machen.
In Agrigento sind wir kurz an den Tempel vorbeigefahren, haben schnell ein paar Bilder gemacht und sind weiter gefahren. Wir hatten noch einen langen Weg vor uns ;).


Dann ging es weiter Richtung Portablo di Capo Passero. Wir hatten uns vorgenommen bis zum südlichsten Punkt der Insel zu fahren. Als wir Agrigento hinter uns gelassen haben, sind wie an vielen Gewächshäusern vorbeigefahren. Viele Gegenden wirkten auch hier sehr verlassen. Wir haben aber nicht herausfinden können ob das wirklich so war oder nur an der Jahreszeit lag. (Es war ja schon ende November). Irgendwann war es dunkel und es hat wieder angefangen zu regnen. Im Dunkeln sind wir dann vorbei an den Gewächshäusern, über überflutete Straßen und auf abenteuerliche Wege (die uns das unser altes Navi gezeigt hat) ans Cap gefahren. Dort angekommen haben wir in den engen Gassen ein Hotel gefunden. Wir checkten im Hotel Jonic ein und aßen dort noch gut zu Abend :).

Die Ostküste

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, waren wir begeistert von der genialen Aussicht unseren Balkons. Wir bezahlten schnell das Zimmer und machten uns auf zum Hafen des Ortes. Dort stellten wir uns mit dem Auto hin und frühstückten.
Nach dem Frühstück ging es an der Küste weiter in Richtung Siracusa, vorbei an Marzamemi, Avola und Cassible. An diesem Teil der Insel, hatten wir den Eindruck, dass viel mehr Leben in den Ortschaften herrschte als an der Südküste.
Portablo di Capo Passero

Als wir mit dem Auto auf Siracusa zu gefahren sind, war ich so begeistert von dem Stadtbild, dass ich unbedingt in die Stadt fahren wollte. Siracusa war für mich sehr beeindruckend. Alles war sauber, vieles war neu hergerichtet und hier war Leben in der Stadt. Hier sah man auch viele wohlhabendere Menschen und Geschäfte. Es schien schon fast als sei man in Nord- statt in Süditalien.

Siracusa
Nach einem Kaffee und einer kleinen Tour durch Siracusa, ging die Fahrt weiter in Richtung Edna. Catania haben wir dabei uns für unseren nächsten Besuch auf Sizilien aufgehoben. Der Edna-Besuch war leider auch nicht so erfolgreich wie gehofft. Auf dem Weg zum Ätna (ca. 3300 Meter über dem Meeresspiegel) zeigt unser Thermometer irgendwann 1°C an. Da wir nur Sommerreifen hatten, war es uns zu gefährlich noch weiter auf den Berg zu fahren. So drehten wir wieder um. Hier als Hinweis, ab November gilt dort die Pflicht von Mitführen von Schneeketten.

Unsere Fahrt ging weiter nach Messina. Dort haben wir uns ein Hotel gesucht.

Mittlerweile war es auch schon wider dunkel. Wir sind etwas durch Messina spaziert und haben ein Restaurant gesucht. Wir mussten feststellen, im Vergleich zu all den anderen Städten, gibt es hier noch viel mehr Fastfood aber kaum Restaurants.
Für alle, die einmal Zeit in Messina haben sollten, nehmt die Fähre zum Festland, genießt dort eine Pizza und nehmt dann wieder die Fähre zurück nach Messina. Die Fähre braucht für einen Weg etwa 30 Minuten. Wir waren leider etwas zu spät dran, so dass wir nur 1h auf dem Festland zeit gehabt hätten. Dafür haben wir den Blick aufs Festland genossen :).

Messina mit Blick auf Italien

Nachdem wir ein gutes Lokal gefunden hatten, gut gegessen und endlich im Hotel waren, sind wir müde und erschöpft ins Bett gefallen.


Fahrt von Messina nach Palermo

Dies war unser letzter Tag nach auf Sizilien. An diesem Tag fuhren wir zurück nach Palermo. Das erste Stück sind wir auf der Autobahn Richtung Palermo gefahren. Vor Capo de Orlando sind wir runter von der Autobahn und in Capo de Orlando an die Strandpromenade gefahren. Dort haben wir das obligatorische Eis gegessen. Von dort ging es weiter über die Küstenstraße über die großartigen Pässe.
Blick von der Passstraße
Die Fahrt ging weiter durch Santo Stefano di Camastra (hier konnte man überall Läden und Werkstätte mit Keramik sehen), Cefalu und weiter auf Palermo zu. Palermo ließen wir aber hinter uns. Wir wollten uns ein Hotel, nahe dem Flughafen suchen.
Fündig wurden wir in Cinisi. Hier fanden wir ein seeehr süßes 2 Sterne Hotel nahe am Meer, Andrea il Pirata, mit neu Renovierten Zimmern, einem sehr guten Frühstück und einem leckeren Abendessen. Das war mit das Beste Hotel, dass wir auf Sizilien hatten.
Am nächsten Morgen wurde sogar extra früher Frühstück zu Verfügung gestellt, dass wir vor dem Weg zum Flughafen noch etwas essen konnten. So ging eine wundervolle Woche auf Sizilien zu ende.

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